Schon gefahren: Mazda CX-6e - Stromer mit Stil, Platz und Kante
Posted by: Mario Borri
Mazda hält sich im Schweizer Markt gut: Bis Ende Juli 2026 wuchs der Markt um zwei Prozent, Mazda mit 1,5 Prozent Marktanteil dagegen um sieben Prozent. Der Hersteller setzt weiterhin auf eine Modellpalette mit unterschiedlichen Antriebsarten. «Mit dem Mazda CX-6e lancieren wir nun ein neues attraktives Modell für die Fans der Elektroautos», sagt Mazda-Schweiz-Chef Matthias Walker. Nach der Limousine 6e ist er der zweite Elektro-Mazda aus dem Werk von Changan Mazda in Nanjing.
Gross, ohne so auszusehen
Mit 4,85 m Länge und 2,90 m Radstand ist der CX-6e ein stattlicher Wagen. Seine fliessende Silhouette und die kurzen Überhänge lassen ihn jedoch schnittig und kleiner wirken.
Innen reicht das 26,45-Zoll-Breitbilddisplay bis vor den Beifahrer und bezieht ihn in die Bedienung ein. Vorne sitzt man auf bequemen Sportsitzen mit gutem Seitenhalt. Hinten sorgt der fehlende Kardantunnel für üppige Beinfreiheit. Der Kofferraum fasst 468 bis 1434 Liter, der Frunk weitere 80 Liter – Platz für weit mehr als nur für das Ladekabel.
Genug Schub, rasches Laden
Der Heckmotor leistet 258 PS und 290 Nm. Tempo 100 erreicht er in 7,9 Sekunden. Keine Wahnsinnssprints, im Alltag aber völlig ausreichend. Eine stärkere Allradversion ist nicht geplant.
Die 78-kWh-Batterie ermöglicht bis 484 km WLTP-Reichweite. Auf der Probefahrt errechnete der Bordcomputer etwas mehr als 400 km reale Reichweite. An einer Schnellladesäule dauert die Ladung von 10 auf 80 Prozent 24 Minuten.
Sportlich bis in die Knochen
Normal, Sport und Individual stehen als Fahrmodi bereit. Schon in Normal ist der CX-6e recht straff: Rund um Düsseldorf meldete das Fahrwerk fast jede Bodenwelle und jeden Schlag. Im Sportmodus passt das besser, zudem wird die Lenkung direkter. Sonst wünscht man sich mehr Komfort, doch adaptive Dämpfer oder Luftfederung fehlen.
Ungewöhnlich ist das stets präsente, nicht abschaltbare Brummen des Antriebs. Damit sucht Mazda bewusst die Nähe zum Verbrenner. Bevormundend wirken manche Warnhinweise. Zum Ausschalten muss man durch mehrere Untermenüs – nach jedem Neustart erneut.
Auch die digitalen Aussenspiegel des Takumi Plus sind gewöhnungsbedürftig. Ihre Displays sind gut positioniert, überzeugen im Vergleich mit den konventionellen Spiegeln des Takumi aber nicht.
Viel Auto fürs Geld
Der fast voll ausgestattete Mazda CX-6e Takumi kostet ab 49'000 Franken, der Takumi Plus ab 51'800 Franken. Für 2800 Franken mehr gibt es 21-Zöller, digitale Spiegel, ein exklusives Interieur sowie beheizte und belüftete Fondsitze.