Erste Fahrt im Skoda Peaq: Skodas elektrischer Gipfelstürmer

1. FAHRT

Erste Fahrt im Skoda Peaq: Skodas elektrischer Gipfelstürmer

Der Peaq ist der grösste und luxuriöseste Skoda aller Zeiten. Auf der Probefahrt von Seefeld im Tirol (A) nach München (D) zeigte das Elektro-Flaggschiff, wie viel Komfort und Souveränität es bietet.

Der Peaq ist das elektrische Pendant zum Kodiaq und zugleich das grösste SUV der Marke. Mit 4,87 m Länge und 2,97 m Radstand tritt er stattlich auf. Das kantige «Modern Solid»-Design und blechbündige Türgriffe verbinden Präsenz mit guter Aerodynamik.

 

Leise, komfortabel und sicher

Von Seefeld in Tirol führte unsere Fahrt über Pass- und Landstrassen sowie die Autobahn nach München. Der Peaq 90x fährt leise, liegt ruhig auf der Strasse und vermittelt auch bei höherem Tempo viel Sicherheit. Seine beiden Elektromotoren leisten 299 PS und beschleunigen den Allradler in 6,7 Sekunden auf Tempo 100. Der Durchzug ist kräftig, aber nicht aggressiv. Am Berg lassen sich seine Abmessungen und mindestens 2,4 Tonnen Leergewicht allerdings nicht verleugnen. Auch im Sportmodus des adaptiven Fahrwerks (optional) nicht.

 

Viel Platz – ausser ganz hinten

In den ersten beiden Sitzreihen bietet der Peaq Platz und Komfort im Überfluss. Auf die optionale dritte Reihe für 960 Franken kann man dagegen verzichten. Ein Erwachsener findet auf den beiden Notsitzen höchstens quer Platz.

Ohne das Kreuzchen auf der Ausstattungsliste bleibt der Skoda Peaq ein Fünfsitzer mit gewaltigen 935 Litern Kofferraumvolumen. Hinzu kommt ein 37 Liter grosser Frunk.

Auch der Materialeindruck passt zum Flaggschiffanspruch. Stoffe, Mikrofaser und die hochwertige Lederalternative Techtona sind sauber verarbeitet, die Oberflächen wirken wertig. Fünf Design Selections - von Loft bis Suite Schwarz - ermöglichen unterschiedliche Farb- und Materialwelten. Im Zentrum des Cockpits steht erstmals bei Skoda ein vertikales 13,6-Zoll-Display. Dennoch gibt es wieder mehr Knöpfe, die Lautstärke der Sonos-Soundanlage (optional) zum Beispiel wird per Walze geregelt.

 

Reichweite für lange Reisen

Die 91-kWh-Batterie ermöglicht im Peaq 90x bis 609 km WLTP-Reichweite. Auf der Testfahrt waren es etwas weniger – gemäss Bordcomputer knapp 500 km, für ein solches Schiff ein sehr guter Wert. Dank der maximalen Ladeleistung von 199 kW dauert der Ladehub von 10 auf 80 Prozent 28 Minuten, auch ohne 800-Volt-Architektur. Eine Wärmepumpe ist in der Schweiz serienmässig.

 

Flaggschiff zum Flaggschiffpreis

Der Skoda Peaq 90 «Selection» startet bei 60'350 Franken, der gefahrene 90x «Selection» mit Allradantrieb bei 62'850 Franken. Das Topmodell «Sportline» wird in der Schweiz ausschliesslich als 90x mit 4x4 angeboten und kostet mindestens 67'850 Franken. Für eine Marke, die im VW-Konzern einst für günstige Autos stand, ist das viel Geld.

 

 

 

 

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