Ayvens: Schweiz gehört zu Europas führenden E-Mobilitätsmärkten

NEWS / 17.06.2026

Ayvens: Schweiz gehört zu Europas führenden E-Mobilitätsmärkten

Die Schweiz zählt laut dem neuen European Mobility Guide 2026 von Ayvens zu den fortgeschrittenen Elektromobilitätsmärkten Europas. Besonders bei Ladeinfrastruktur und Fahrzeugbestand schneidet das Land stark ab, während bei den steuerlichen Rahmenbedingungen noch Aufholpotenzial besteht

Die Elektrifizierung des Schweizer Fahrzeugmarkts kommt weiter voran. Im aktuellen European Mobility Guide 2026 stuft Ayvens die Schweiz mit einem EV-Reifegrad von 61 von 100 Punkten als «entwickelten» Markt ein. Bewertet wurden unter anderem die Verbreitung von Elektrofahrzeugen, die Ladeinfrastruktur, die Besteuerung, die Gesamtbetriebskosten sowie die Nachhaltigkeit des Strommixes.

Besonders positiv entwickelt sich die Ladeinfrastruktur. Die Zahl der öffentlichen Ladestationen stieg im vergangenen Jahr auf 8'877 und entspricht damit 1,9 Ladepunkten pro 1'000 Einwohner. Gleichzeitig legte der Bestand batterieelektrischer Fahrzeuge um acht Prozent zu, während Plug-in-Hybride sogar ein Wachstum von 29 Prozent verzeichneten. Zu den beliebtesten Elektroautos gehören das Tesla Model Y sowie der Škoda Elroq und der Škoda Enyaq.

Weniger überzeugend fällt das Ergebnis bei den steuerlichen Rahmenbedingungen und den Gesamtbetriebskosten aus. Zwar sind batterieelektrische Fahrzeuge mit durchschnittlich 41 Rappen pro Kilometer leicht günstiger als vergleichbare Verbrenner mit 44 Rappen pro Kilometer, der Kostenvorteil bleibt jedoch gering. Hinzu kommen kantonal unterschiedliche Förder- und Steuerregelungen, die den Überblick erschweren.

Im europäischen Vergleich bleiben Norwegen, Belgien und die Niederlande die Vorreiter der Elektromobilität. Sie profitieren von einer besonders gut ausgebauten Ladeinfrastruktur, attraktiven Steueranreizen und wirtschaftlichen Vorteilen für Elektrofahrzeuge. Länder wie Italien oder Spanien holen zwar auf, liegen aber weiterhin hinter den führenden Märkten zurück.

Ayvens sieht insbesondere steuerliche Anreize als wichtigsten Treiber für die Elektrifizierung von Unternehmensflotten. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass batterieelektrische Fahrzeuge in den meisten nord- und westeuropäischen Ländern mittlerweile wirtschaftlicher sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Für die Schweiz fällt das Fazit insgesamt positiv aus. Die technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für den Umstieg auf Elektromobilität seien weitgehend erfüllt. Um im europäischen Vergleich weiter aufzuschliessen, seien jedoch attraktivere steuerliche Rahmenbedingungen und stärkere wirtschaftliche Anreize für Elektrofahrzeuge erforderlich.

 
 

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