Zufriedenheit mit Elektroautos steigt – Laden und Software bleiben Schwachpunkte

NEWS / 22.10.2026

Zufriedenheit mit Elektroautos steigt – Laden und Software bleiben Schwachpunkte

Die Zufriedenheit mit Elektroautos erreicht laut der USCALE EV Satisfaction Study 2026 einen neuen Höchststand. Gleichzeitig zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Marken. Besonders beim Laden und bei der Software besteht weiterhin Verbesserungsbedarf.

Die Zufriedenheit mit vollelektrischen Fahrzeugen ist zum dritten Mal in Folge gestiegen. Der Net Promoter Score (NPS), der die Weiterempfehlungsbereitschaft misst, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 33 auf 38 Punkte. Für die Studie wurden rund 4’000 Elektroautofahrerinnen und -fahrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. 53 Prozent würden ihr Fahrzeug aktiv weiterempfehlen, 15 Prozent raten davon ab.

Auch bei Reichweite und Ladeleistung gibt es Fortschritte: 59 Prozent der Befragten erreichen im Sommer inzwischen mehr als 400 Kilometer, gegenüber 50 Prozent im Vorjahr. Zudem verfügen 77 Prozent der Fahrzeuge über eine DC-Ladeleistung von mindestens 150 kW. Gleichzeitig steigen die Erwartungen. Nur noch 75 Prozent bewerten eine Sommerreichweite von 400 Kilometern als gut oder sehr gut. Eine Ladeleistung von 150 kW beurteilen sogar nur noch 58 Prozent entsprechend positiv.

Das grösste Problem bleibt das Laden im Alltag. 71 Prozent berichten von Schwierigkeiten, insbesondere beim Start des Ladevorgangs oder wegen einer unerwartet niedrigen Ladeleistung. Auch die Integration von Ladestationen in die Navigationssysteme überzeugt nur teilweise: 56 Prozent sehen hier Verbesserungsbedarf.

Bei der Software besteht ebenfalls Handlungsbedarf. 48 Prozent der Befragten melden Probleme mit ihrer Connect-App. Die Unterschiede zwischen den Marken sind erheblich: Während bei Tesla lediglich acht Prozent von App-Problemen berichten, sind es bei Opel 92 Prozent. Insgesamt nennen die Befragten die Softwarequalität am häufigsten als Verbesserungsbereich, gefolgt von Ladeleistung, Connect-App und Routenplanung.

Auch Warn- und Hinweistöne stossen auf Kritik: Die Hälfte der Befragten fühlt sich davon gestört. Besonders gross sind die Unterschiede bei den Marken. Während sich bei Mini 29 Prozent daran stören, sind es bei Kia und Hyundai rund 80 Prozent.

Im Markenranking behauptet XPENG die Spitzenposition. Tesla verbessert sich gegenüber dem Vorjahr auf Rang zwei, gefolgt von Škoda und Porsche. Am Ende liegen erneut Opel und Fiat sowie MG. Das Ergebnis zeigt, dass technische Fortschritte allein nicht ausreichen: Für die Zufriedenheit zählen ebenso eine zuverlässige Software, eine funktionierende Ladeinfrastruktur und eine intuitive Bedienung.

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