Zweite Recyclingfabrik für Toyota Motor Europe

NEWS / 05.03.2026

Zweite Recyclingfabrik für Toyota Motor Europe

Mit einer neuen Circular Factory in Wałbrzych baut Toyota Motor Europe seine Strategie für eine geschlossene Kreislaufwirtschaft weiter aus. Die Anlage soll künftig jährlich rund 20’000 ausgediente Fahrzeuge zerlegen und wertvolle Materialien für neue Autos zurückgewinnen.

Mit dem neuen Werk in Wałbrzych treibt Toyota den Aufbau einer umfassenden Kreislaufwirtschaft in Europa weiter voran. Die Circular Factory wird auf einer Fläche von rund 25’000 Quadratmetern entstehen und ist darauf ausgelegt, Fahrzeuge am Ende ihres Lebenszyklus systematisch zu zerlegen und deren Komponenten möglichst vollständig wiederzuverwenden oder zu recyceln. Das Projekt ist Teil der langfristigen Strategie von Toyota, seine Geschäftsaktivitäten konsequent nach den Prinzipien «Reduce, Reuse, Recycle» auszurichten und damit den Weg zu einer CO₂-neutralen Industrie zu beschleunigen.

Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Ansatz bei der Verarbeitung von sogenannten End-of-Life-Fahrzeugen. Wiederverwendbare Bauteile sollen identifiziert und für eine zweite Nutzung vorbereitet werden. Dazu gehören etwa Batterien oder Räder, die je nach Zustand überarbeitet, für andere Anwendungen eingesetzt oder recycelt werden können. Gleichzeitig will Toyota wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Stahl, Aluminium und Kunststoffe zurückgewinnen, um sie erneut in der Fahrzeugproduktion einzusetzen.

Die neue Circular Factory ergänzt das bestehende Produktionswerk von Toyota in Wałbrzych, das bereits wichtige Komponenten für Hybrid- und konventionelle Antriebssysteme fertigt. Durch die Erweiterung wird der Standort künftig nicht nur Teile für neue Fahrzeuge produzieren, sondern auch Materialien aus ausgedienten Autos wieder in den Produktionskreislauf zurückführen.

Es handelt sich um die zweite Anlage dieser Art von Toyota in Europa. Die erste Circular Factory nahm 2025 im britischen Burnaston den Betrieb auf und dient laut Toyota inzwischen als Referenzmodell für weitere Projekte. Die Wahl Polens fiel unter anderem wegen der gut entwickelten industriellen Infrastruktur sowie der grossen Verfügbarkeit von Altfahrzeugen, die sich für eine Wiederverwertung eignen.

Langfristig plant Toyota, ähnliche Investitionen auch in weiteren europäischen Märkten zu prüfen. Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette auszubauen und den Ressourcenverbrauch in der Automobilproduktion deutlich zu reduzieren.

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