Nutzfahrzeugzahlen: Mehr als ein Viertel der Schweren rein elektrisch

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Nutzfahrzeugzahlen: Mehr als ein Viertel der Schweren rein elektrisch

Im ersten Halbjahr 2026 erholte sich der Markt für neue Nutzfahrzeuge in der Schweiz stärker als der für Personenwagen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit haben viele Unternehmen in die Erneuerung ihrer Fuhrparks investiert.

Zwischen Januar und Juni 2026 waren 19'597 leichte und schwere Güter- und Personenbeförderungsfahrzeuge neu registriert. Dies ist ein Anstieg von 5,4 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres 2025. Trotz anhaltender wirtschaftspolitischer Unsicherheiten tätigen viele Firmen nun zuvor verschobene Investitionen. Besonders Nutzfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen profitieren davon, mit einem Anstieg der Neuregistrierungen um 9,2 Prozent auf 2155 Fahrzeuge gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.

 

Ebenso die Fahrzeuge für den Personentransport – einschliesslich Wohnmobile, Kleinbusse, Cars und Busse – verzeichneten einen Zuwachs mit 3206 Neuzulassungen um 4,2 Prozent. Das Segment der leichten Nutzfahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen erfuhr ebenfalls ein Wachstum von 5,1 Prozent und stieg auf 14'236 Registrierungen. Viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) agieren aufgrund der weiterhin unsicheren Wirtschaftslage vorsichtig und erneuern ihre Fahrzeugflotten später als vorgesehen. Trotzdem wurde im Laufe des zweiten Quartals ein leichter Ausgleich der Rückgänge aus früheren Quartalen bemerkt.

 

Thomas Rücker, Direktor von Auto-Schweiz, erklärt: «Das erste Halbjahr hat bewiesen, dass Firmen dort in neue Antriebstechnologien investieren, wo sie aus betrieblicher und wirtschaftlicher Sicht überzeugen.» «Langfristig stabile Rahmenbedingungen sind daher umso wichtiger, da sie Investitionssicherheit bieten», fügt Rücker hinzu. Wiederholt macht Auto-Schweiz das Parlament darauf aufmerksam, dass die Elektromobilität nicht behindert werden sollte. Die Statistiken zeigen, dass in der Gewichtsklasse von 3,6 bis 16 Tonnen der Elektrifizierungsgrad noch immer sehr niedrig ist – obwohl diese Fahrzeuge ebenfalls der Schwerverkehrsabgabe (LSVA) unterliegen. Thomas Rücker betont: «Alternative Antriebsformen werden sich nur durchsetzen, wenn sie ökonomisch rentabel sind. Die Güter müssen zu vergleichbaren Gesamtkosten transportiert werden können. Aktuell ist das offenbar nicht für jeden Anwendungsbereich in allen Gewichtsklassen machbar.»

 

Der Anteil der rein elektrischen Fahrzeuge (BEV) unter den schweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht bleibt bedeutend. Er erreichte in den ersten sechs Monaten 2026 26,3 Prozent. Somit ist bereits mehr als jedes vierte in diesem Segment neu zugelassene Fahrzeug elektrisch betrieben, was hauptsächlich durch das bisherige Fördersystem und eine starke Marktnachfrage in der Gewichtsklasse ab 18 Tonnen gefördert wurde. Bei den leichten Nutzfahrzeugen, wie Lieferwagen und leichten Sattelschleppern bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, liegt der BEV-Marktanteil nur bei 13,9 Prozent.

 

Zusammen mit 116'548 neuen Personenwagen wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 136'145 neue Motorfahrzeuge zugelassen. Dies entspricht einem Zuwachs von 4423 Neuzulassungen oder 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

www.auto.swiss 

 

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