Test: Hyundai Inster Vertex Cross - clever & smart
Posted by: Mario Borri
Text: Mario Borri
Mit 3,83 Metern Länge und rund 1,5 Tonnen Gewicht zeigt der Hyundai Inster, dass Elektromobilität nicht zwangsläufig in der 2,5-Tonnen-Klasse stattfinden muss. Und trotz den kompakten Abmessungen macht der E-SUV-Zwerg auch optisch etwas her. Besonders in der Speziallackierung «Amazonas Green Matte», 17-Zoll-Felgen und Transportkorb auf dem Dach.
Überraschend variabel
Der Inster bietet auch erstaunlich viel Platz. Der Trick: ein cleveres Innenraumkonzept. Die Rücksitzbank lässt sich längs verschieben, die Lehnen umklappen, auch vom Beifahrersitz, so wird er zur Ladefläche. Damit lassen sich auch lange Gegenstände transportieren, zum Beispiel ein Snowboard.
Moderne Technik, klar strukturiert
Das digitale Cockpit ist übersichtlich, das Infotainmentsystem aus anderen Hyundai-Modellen bekannt und einfach zu bedienen. Einziger Wermutstropfen: Apple CarPlay und Android Auto funktionieren nur kabelgebunden. Ansonsten präsentiert sich der Inster technisch auf der Höhe der Zeit.
Ausreichend stark, im Winter gefordert
Im Test fuhren wir den Vertex Cross mit 115 PS starkem E-Motor und 49-kWh-Akku. Die Fahrleistungen reichen im Alltag völlig aus. Unter winterlichen Bedingungen zeigte sich jedoch der Energiebedarf etwas hoch: Statt der theoretischen WLTP-Werte von 300 km schafften wir im Test lediglich rund 200 km Reichweite
Transportkorb mit Nebenwirkungen
Neben Kälte und Schnee ist der Transportkorb ein weiterer Grund für den gesteigerten Stromverbrauch. Das Teil sieht zwar cool aus, damit erinnert der Inster an die alten Fiat Panda der Post und es lassen sich Gegenstände mit bis zu 100 kg Gewicht transportieren. Aber einerseits sind die Windgeräusche ab etwa 80 km/h deutlich hörbar und der grössere Windwiderstand kostet fast 70 km Reichweite.
Preis ab 35'000 Franken
Das getestete Topmodell Hyundai Inster Vertex Cross kostet in der Basis exakt 35’000 Franken. Für Lackierung und Transportkorb werden je 750 Franken zusätzlich fällig.