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News / 20. Oktober 2021

Ineos investiert zwei Milliarden Euro in Wasserstoff

Der Chemiekonzern Ineos sorgt nicht nur mit dem Offroader Grenadier für Schlagzeilen. Das Unternehmen will den Wasserstoffantrieb fördern und investiert zwei Milliarden Euro in den Aufbau einer Wasserstoffproduktion in Europa.

Der Chemiekonzern Ineos plant Investitionen von über zwei Milliarden Euro in Elektrolyseprojekte zur Herstellung von umweltfreundlichem Wasserstoff und will damit «die kohlenstofffreie Wasserstoffproduktion in Europa revolutionieren». Die angekündigte Investition bezeichnet Ineos als «die bisher umfangreichste in Europa» im Zusammenhang mit der Elektrolyse zur Produktion von grünem Wasserstoff. In den nächsten zehn Jahren sollen erste Produktionsanlagen in Norwegen, Deutschland und Belgien in Betrieb gehen, weitere Investitionen sind in Grossbritannien und Frankreich geplant. Der Konzern ist nach eigenen Angaben bereits Europas grösster gegenwärtiger Anlagenbetreiber im Bereich der Elektrolyse, der zur Herstellung von umweltfreundlichem Wasserstoff für die Stromerzeugung, für den Transport und für die industrielle Versorgung von entscheidender Bedeutung ist.

«Grüner Wasserstoff ist eine unserer besten Chancen, eine nachhaltigere und kohlenstoffarme Umwelt zu ermöglichen», kommentierte Jim Ratcliffe, Vorstandsvoritzender von Ineos. «Europa fordert nachdrücklich noch grössere Investitionen in grünen Wasserstoff, und die heutige Bekanntgabe von Ineos zeigt unsere Entschlossenheit, eine Vorreiterrolle bei diesem äusserst wertvollen neuen Treibstoff zu spielen.» Die langjährige Erfahrung in Lagerung und Umgang mit Wasserstoff ermögliche dem Unternehmen eine privilegierte Marktstellung, um den Fortschritt in Richtung einer kohlenstofffreien Zukunft auf der Grundlage des Wasserstoffs voranzutreiben.

In Deutschland beabsichtigt Ineos den Neubau eines grösseren 100-Megawatt-Elektrolyseurs zur Produktion von umweltfreundlichem Wasserstoff an seinem Kölner Standort. Der Wasserstoff aus dieser Anlage wird zur Herstellung von grünem Ammoniak eingesetzt. Das Kölner Projekt werde die jährlichen Kohlenstoffemissionen um mehr als 120’000 Tonnen reduzieren, heisst es in der Mitteilung. Angedacht ist auch eine Umwandlung in synthetische Treibstoffe.

Der Chemiekonzern Ineos ist hierzulande auch bekannt für die Entwicklung eines eigenen Geländewagens mit Verbrennungsmotor. Der Grenadier soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Weil der Ineos Grenadier nicht für einen rein batterieelektrischen Antrieb ausgelegt ist, könnte auch hier Wasserstoff in Kombination mit einer Brennstoffzelle den Antrieb der Zukunft bilden. Dafür hat Ineos Automotive bereits eine strategische Partnerschaft mit Hyundai geschlossen, um die Möglichkeiten eines Brennstoffzellen-Antriebs auszuloten. (pd/ir)

 

www.ineosgrenadier.com

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