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Peugeot / 09. November 2020

Angriff des kleinen E-Löwen

Peugeot lanciert die zweite Generation des 208. Diese fährt mit dynamischer Optik und vielversprechender Motorenpalette vor. Wir sind die rein elektrische Version gefahren.

Sie erinnern sich bestimmt an den Peugeot 205, welcher primär als GTI-Version so manchem Wolfsburger Ingenieur schlaflose Nächte bescherte. Ein Kassenschlager, an dessen Erfolg der neue Peugeot 208 nun anknüpfen soll. Dafür werden die Krallen ausgefahren und die Zähne gezeigt – man beachte die Lichtsignatur.

Durch neun Zentimeter Längenzuwachs und einer Tieferlegung von drei Zentimetern steht der 208 sportlicher in der Spur denn je. Ob er sich auch dementsprechend fährt, entscheidet nicht zuletzt die Motorisierung. Zur Auswahl stehen vier Benziner mit drei Leistungsstufen (75 – 130 PS), ein Selbstzünder mit 100 PS und unser Highlight: ein E-Aggregat mit 136 PS. Dieses sorgt auch im Redaktions-Testwagen, für lautlosen Vortrieb. Die Energie bezieht der E-Flitzer von einer 50 kWh-Batterie, welche laut WLTP eine Reichweite von 340 Kilometer verspricht.

Türe auf, platznehmen, los düsen. Nicht ganz. Im Wageninnern fallen wir kurz aus allen Wolken - dank komfortablen Sitzen und Softgel-Elementen im Karbonlook ist die Landung weich. Kontrastnähte und Ambientelichterstreifen zeigen einer ganzen Fahrzeugklasse auf, wie ein kompakter Innenraum aussehen kann. Am meisten beeindrucken jedoch die digitalen 3D-Armaturen, bei welchen die Informationen wie bei einem Hologramm auf mehreren Ebenen liegen. Daneben sitzt ein zehn Zoll grosser Touchscreen, darunter Kipptaster zum Anwählen der Themenbereiche – wow!

Schon nach kurzer Fahrt wird klar, der e-208 verfügt über sportliche Charakterzüge. Zum einen schieben die 260 Nm Drehmoment ordentlich nach vorne, zum anderen ist das Fahrwerk dynamisch ausgelegt und der Schwerpunkt dank verbauter Batterie im Fahrzeugboden tief. Dazu passend: Die elektromechanische Lenkung, welche ziemlich präzise reagiert. Ähnlich präzise scheint auf den ersten Blick auch die Reichweitenanzeige. Nach 15 Kilometern Stadtverkehr wird eine noch fahrbare Distanz von 325 km angezeigt. Den 60 Minuten mit Tempo 120 hingegen, fallen laut Display 200 Kilometer Reichweite zum Opfer – also ab an die Ladesäule.

Hier zeigt sich der Löwe abermals von seiner besten Seite. Während viele Konkurrenten mit 7,2 kW Ladeleistung auskommen müssen, nimmt unser Fahrzeug an der Wallbox bis 11kW (AC) auf. Beim Gleichstromladen zieht der e-208 bis zu 100 kW über den CCS-Port und lädt die Batterie so innert 30 Minuten bis zu 80 Prozent auf. (fs)

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