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Volkswagen / 22. Juni 2021

VW ID.4 GTX: Der erste Elektro-GTI

Aufgebrezelte Karosserie, aufgewertetes Interieur, aufgemotzter Motor: Was beim Golf der GTI, ist beim ID.4 der GTX. Wir sind das sportliche Topmodell des Elektro-Crossover in der Innerschweiz gefahren.

Spezifikationen

Text: Mario Borri

In normalen Zeiten stellt VW neue Modelle bei sich in Wolfsburg den Fachmedien vor. Zwar werden auch in Deutschland die Corona-Einschränkungen langsam gelockert, doch die Reise in die VW-Heimat wäre mit einigem Aufwand verbunden gewesen. So hat VW-Importeur Amag die Pressetestfahrten des ID.4 GTX kurzerhand in die Schweiz verlegt. Was für ein Glück, eine so aussagekräftige Teststrecke, die auf gut 200 Kilometern vom Hauptquartier in Cham über den Hirzel, durchs Glarus, über den atemberaubenden Klausenpass und entlang des Vierwaldstättersee zurück führte, wäre in Niedersachsen nicht möglich gewesen.

Sportlichere Optik und mehr Power
Das Kürzel GTX werden in Zukunft alle sportlichen Elektro-VW tragen. Beim ID.4 manifestiert sich dies in einer bulligeren Aussenoptik mit massiverem Stossfänger mit Wabengrill, Heckdiffusor und serienmässigen 20-Zoll-Rädern. Im Interieur unterscheidet sich der GTX durch rote Ziernähte, dunkelblaue Instrumententafel sowie Türinnenverkleidungen und Sportsitze von den gewöhnlichen Modellen.
Wie der GTI bei den Golfs hat auch der GTX mehr PS als die normalen ID.4, nämlich 299 statt 148 bis 204. Anstatt nur über einen, verfügt das Sportmodell über zwei Elektromotoren. Dabei sitzt ein Aggregat an der Vorder- und eines an der Hinterachse, was aus dem ID.4 GTX einen Allradler macht. Die Fahrleistungen sind sportlicher - für den Paradesprint von 0 auf Tempo 100 vergehen 6,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 180 km/h abgeregelt.

Im Alltag komfortabel und sicher
Den Strom liefert beim GTX ausschliesslich der stärkere der bisher zwei lieferbaren ID.4-Akkus mit 77 kWh netto. Das reicht auf dem Papier für 480 km. Beim Start zur Testfahrt in der Amag-Tiefgarage in Cham zeigte der Bordcomputer 430 km an. Der erste Teil der Fahrt führte über Baar nach Sihlbrugg, dann über den Hirzel, nach Schindellegi, runter nach Pfäffikon und Richtung Glarus. Ob Ortsdurchfahrten, Landstrassen oder Autobahn - der ID.4 GTX absolvierte alle Passagen souverän und trotz sportlicher Ausrichtung äusserst komfortabel. Dafür verantwortlich sind auch die zahlreichen Fahrassistenten, die für sicheres und somit entspanntes Fahren sorgten.

Sportlich bergauf, effizient bergab
Pièce de Résistance der Testfahrt war der Klausenpass: Im Sport-Modus mit aktiviertem Fahrdynamikmanager, der mittels ESC und 4x4-Steuerung auch bei flotten Tempi für perfekte Fahrstabilität sorgt, machte der Elektro-VW auch durch die engsten Kehren richtig Spass. Die Lenkung bietet etwas wenig Rückmeldung, arbeitet aber sehr präzise. Vom hohen Gewicht von über 2,2 Tonnen spürte man praktisch nichts, die 310 Nm Drehmoment beschleunigten den GTX mit Leichtigkeit aus den Bögen. Auf der Passhöhe auf 1948 m. ü. M. angekommen, waren gemäss Bordcomputer noch gut 220 km Reichweite in der Batterie. Bergab spielte der GTX dann eine weitere Stärke aus – das Rekuperieren. Im Rekuperationsmodus (Getriebestufe B) führten die Elektromotoren bis runter nach Altdorf gut 100 km zurück in die Batterie. Etwa gleich viel, wie die Bergauffahrt gekostet hat und es für die Rückfahrt nach Cham noch braucht. Denn zurück in der Amag-Tiefgarage wies der Bordcomputer 270 km Reichweite aus.

Ab 57'750 Franken
Markteinführung des VW ID.4 GTX ist per sofort. Die Preise des neuen Topmodells der ID.4-Baureihe starten bei 57'750 Franken.

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